Veränderung durch Wandel
Sanierung der „Alten Mühle“ als Balance zwischen Traditionsbewahrung und Veränderungswillen
Die Sanierung der „Alten Mühle“ in Pforta, abgeschlossen im Juni 2023, ist ein gelungenes Beispiel für die Balance zwischen Tradition und notwendiger Veränderung. Mit einer Investition von rund 6,7 Millionen Euro wurde das historische Gebäude nicht nur bewahrt, sondern auch zukunftsfähig gemacht. Diese Sanierung spiegelt die Verantwortung wider, die der Landesbetrieb BLSA im Landesbau trägt: kulturelles Erbe zu bewahren, während zugleich energetische, nachhaltige und barrierefreie Standards umgesetzt werden.
Die „Alte Mühle“ dient nun als modernes Schulgebäude und bietet optimale Bedingungen für Kunst- und Musikunterricht. Im Zuge der Sanierung wurden neun Unterrichtsräume geschaffen, darunter schallgedämmte Musikräume. Die historische Bausubstanz, wie die beeindruckende Balkenkonstruktion der “Alten Mühle” wurde freigelegt und dank einer Glasumrandung im oberen Geschoss gut sichtbar, was den Blick zwischen den Ebenen öffnet, Ein Schauraum im Erdgeschoss zeigt die alte Mühlentechnik. Dadurch bleibt die Geschichte des Gebäudes erlebbar.
Besonderer Wert wurde bei der Sanierung auf die energetische Effizienz gelegt: Mit innovativen Technologien wie Ultraleichtputz, einem Zu- und Abluftsystem mit Wärmerückgewinnung und einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einem Gas-Brennwertkessel wird eine effiziente, nachhaltige Wärmeversorgung gewährleistet.
Seit 1992 hat das Land Sachsen-Anhalt kontinuierlich in die Sanierung, Modernisierung und Weiterentwicklung der Landesschule Pforta investiert. Nach Fertigstellung der “Alten Mühle” läuft derzeit die Sanierung des zentralen Schulgebäudes, die bis 2026 abgeschlossen sein soll.
Die „Alte Mühle“ steht als Symbol für den dynamischen Spannungsbogen zwischen Bewahrung von Tradition und dem Willen zu Veränderung und Fortschritt. Sie zeigt, wie historische Gebäude durch sorgfältige Sanierung und den Einsatz moderner Technologien zukunftsfähig gemacht werden können, ohne ihre kulturelle Identität zu verlieren. Hier wird deutlich, dass die Herausforderung im Landesbau auch darin liegt, kulturelles Erbe zu schützen und gleichzeitig den Anforderungen einer nachhaltigen und modernen Nutzung gerecht zu werden.